Vorbei.

Verloren; vergessen; verraten; entzwei.
Verworren; verschüchtert; vereinsamt; vorbei?
Ich hoffe; ich leide; ich sterbe; ich schrei.
Ich rede; ich flehe; ich weine; ist es vorbei?

Du sagst nichts; mein Herz stockt.
Du sagst nichts; ich krieg keine Luft.
Du sagst nichts; die Stille lähmt mich.
Du sagst nichts; ich wag’s nicht; ist es… vorbei?

Ich hoffe, doch ist es einerlei; vergangen ist verworren ist vergessen ist vorbei.
Ich flehe, doch ist es sinnlos; verraten ist verschüchtert ist vergessen ist vorbei.
Ich finde die Worte nicht, die den hauch meines Kummers tragen; verlassen ist verlassen ist verlassen ist vorbei.

Die Worte; meine Worte; deine Worte; unsere Zeit.
Die Zukunft; meine Zukunft; unsere Zukunft; ist vorbei.

All die naiven, kleinen Träume; all die ungelebte Zeit.
All die kleinen „Ich liebe dich“s; all die bittersüße Zweisamkeit.
All die Hoffnung, die mir jeden Morgen einen Grund zum Aufstehen gab.
All die liebevollen Küsse, sie brennen nun wie Feuer, alle zur gleichen Zeit.

Jetzt steh ich hier, bereit zu allem, doch Alles ist bereits getan.
Ich steh hier, mein Herz stirbt, ich seh’s nun: es ist vorbei.
Wenn Akzeptieren, dem Verlieren gleicht; wer gewinnt nun dabei?
Wenn du mein Herz mit aller Gewalt aus meiner Brust reißt; was nützt mir dann die Schönheit der vergangenen Zeit?

…über meinen Suizid

Ich bin suizidal. Das klingt in erster Linie schlimmer als es ist, denn die meiste Zeit, werde ich davon in meinem Leben nicht beeinträchtigt. Doch dann gibt es diese Momente, in denen es schlimmer ist, als sonst. Diese Tage, an denen man den Eindruck hat, dass die Sonne bereits untergeht, noch eher sie aufgegangen ist, ungeachtet dessen, dass wir Sommer haben. Diese Tage, an denen ich an der Haltestelle sitze und auf meine Bahn warte, doch lasse ich mehrere Bahnen fahren, ohne aufzustehen, denn ich kann mir nicht länger sicher sein, dass ich es schaffe einzusteigen und nicht vor sie zu springen. Diese Tage, in denen ich bei der Arbeit anrufe und bescheid sage, dass ich liebe nicht vor die Tür gehen möchte. Diese Tage an denen ich Freunde brauche. Continue reading

Entzwei

Du und ich, wir sind kein wir. Du benutzt mich, wie deinen Kühlschrank, hungrig nach was Spannendem suchend. Du machst mich an, wie das Licht und lässt mich ewig brennen. Deine Worte schluckt der Wind, den Sinn im Sand vergrabend. Es macht keinen Sinn, denn du bist wie ich, viel zu sehr in deiner Welt gefangen.

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