Rauchfrei auf umwegen

Ich habe mir so eine E-Zigarette gekauft. Und diese ist auch okay, dafür dass ich mich mit der Thematik genau gar nicht auseinander gesetzt habe. Denn mit den E-Zigaretten ist es genau so, wie mit so ziemlich allem anderen heut zu Tage: man muss sich in die Sachen gründlich reinnerden. 

Ich habe ehrlich gesagt nicht die Zeit, um alles was ich mache zu einem Hobby werden zu lassen. Ich stricke, ich koche, ich schleife meine Messer mit einem Wetzstein, trinke losen Tee und mache noch viel mehr Dinge, welche allesamt unglaublich viel Zeit fressen könnten, sofern ich es zulassen würde. Ich habe jetzt auch noch mit diesen E-Zigaretten-Kram angefangen. Meine Herangehensweise war dabei sehr simpel: Eine Freundin hat mir ihre E-Zigarette in die Hand gedrückt und meinte „Probier mal“. Danach hab‘ ich entschieden, dass ich das Teil sowohl optisch wie auch anderweitig gut finde und habe genau das gleiche Modell, allerdings in einer anderen Farbe bestellt. Dazu noch ein Probeset an Liquids und fertig.

Das besondere an der Sache ist eigentlich, dass ich von vorne rein beschlossen hatte das Zeug nur zu paffen. Am Anfang war mein Konsum mit meinem Rauchverhalten vergleichbar. Nach nun mehr vier Wochen bin ich an dem Punkt, dass ich nur noch bei der Arbeit „rauche“ und dann auch nicht öfter als zwei mal pro Tag. Wenn ich ehrlich sein soll, liegt es daran, dass man sich verdammt dämlich dabei vorkommt an einem Kugelschreiber ähnlichem Gerät zu ziehen und Erdbeerewölkchen zu paffen. Eigentlich hätte ich mir schon beim „echten“ Rauchen dämlich vorkommen müssen, doch in meiner Wahrnehmung war Rauchen schon immer irgendwie normal. Vor zwei Wochen habe ich dieses „echte Rauchen“ nochmal ausprobiert und es gefällt mir einfach nicht. Eigentlich gefällt mir der E-Zigaretten-Kram auch nicht wirklich, doch ich finde es besser als die Alternative. Ich plane nicht aufzuhören. Ich gehe viel mehr davon aus, dass das Aufhören irgendwann von alleine passieren wird. Und meine Lunge ist jetzt schon dabei sich von dem Teer zu erholen, mit welchem ich sie jahrelang traktiert habe, also ist es ohnehin eine Win-Win-Situation.

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