Entzwei

Du und ich, wir sind kein wir. Du benutzt mich, wie deinen Kühlschrank, hungrig nach was Spannendem suchend. Du machst mich an, wie das Licht und lässt mich ewig brennen. Deine Worte schluckt der Wind, den Sinn im Sand vergrabend. Es macht keinen Sinn, denn du bist wie ich, viel zu sehr in deiner Welt gefangen.

Du und ich, das will ich nicht und du kannst es auch nicht wollen. Fühl mein Kratzen an deiner Tür, als wäre es ein Teil von dir. Schmeck die Hoffnungslosigkeit auf meiner Haut, als wäre sie mir ins Fleisch geschrieben. Du machst es mit mir, ich weiß es jetzt auch. Ich lasse dich nicht weiter, als an meine Haut.

Du und ich, ich kann es nicht sehen. Du bist die Süße, doch ich Herb. Du bist der Morgen, ich die Mitternacht. Ich will dich halten, doch du willst gehen. Ich gebe dir Frieden, du willst die Welt brennen sehen.

Du und ich, eine Krankheit für die es keine Heilung gibt. Bring es schnell hinter dich und lass mich gehen. Halt mich, küss mich, krall dich in mich rein. Benutz mich wie das Spielzeug, das ich schon immer für dich war. Hauch einen Wunsch. Lass mich bitte für dich da sein.

Du und ich, ist für mich alles. Für dich bin ich ein nichts. Von Fernem sehe ich dich, wie du deine Einkäufe machst. Ich schreibe mir auf, mit wem du dich triffst. Ich weiß jetzt schon alles über dich. Morgen gehen wir ins Kino, auch wenn du davon nichts weißt. Du bist meins und ich lass dich nicht ohne mich weiterleben.

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