…über meinen Suizid

Ich bin suizidal. Das klingt in erster Linie schlimmer als es ist, denn die meiste Zeit, werde ich davon in meinem Leben nicht beeinträchtigt. Doch dann gibt es diese Momente, in denen es schlimmer ist, als sonst. Diese Tage, an denen man den Eindruck hat, dass die Sonne bereits untergeht, noch eher sie aufgegangen ist, ungeachtet dessen, dass wir Sommer haben. Diese Tage, an denen ich an der Haltestelle sitze und auf meine Bahn warte, doch lasse ich mehrere Bahnen fahren, ohne aufzustehen, denn ich kann mir nicht länger sicher sein, dass ich es schaffe einzusteigen und nicht vor sie zu springen. Diese Tage, in denen ich bei der Arbeit anrufe und bescheid sage, dass ich liebe nicht vor die Tür gehen möchte. Diese Tage an denen ich Freunde brauche. Continue reading

Wie ich zu dem Beinamen „Blaubein“ gekommen bin

Ich schrieb schon mal, dass ich täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit fahre. An den meisten Tagen ist es ereignislos. Im Sommer habe ich vermehrt mit seltsamen Leuten zu tun die mein Tag mit rumgefluche „versüßen“. Doch hin und wieder gibt es Tage, an denen ich von ganz anderen Problemen geplagt werde, und von einem dieser Tage möchte ich hier berichten.  Continue reading

150 Tote haben nicht gereicht

Es ist schon einige Zeit her, seit ein Co-Pilot seiner Depression zum Opfer gefallen ist und 149 weitere Personen mit sich in den Tod gerissen hat. Seit dem erheben sich immer mehr Stimmen, welche den Berufsverbot für Depressive in „verantwortungsvollen Positionen“ fordern. Ich kann mittlerweile nicht einmal mehr sagen, wie oft ich versuchte meinen Mitmenschen zu erklären, was Depressionen sind. Ich weiß auch nicht, wie wenige meiner Gesprächspartner wirklich verstanden haben, warum ein Berufsverbot die Wiege weitere, viel gravierender Probleme sein würde. Ich habe jedoch beschlossen, diesen Kampf gegen Windmühlen nicht aufzugeben, weshalb ich mich einer anderen, doch auch gerne verharmlosten Krankheit bedienen werde, um den Denkfehler offensichtlicher zu machen. Continue reading

Foto-Freitag #20 – Mein Hirn ist wunderschön!

Ich habe kürzlich einen Termin bei dem Neurologen meines Vertrauens gehabt und dieser hat – nachdem er sich all meine Wehwehchen angehört hat – beschlossen, dass ich ein MRT brauche.

NATÜRLICH ist mir da der Arsch auf Grundeis gegangen und ich habe vor lauter Angst beinahe in die MRT-Röhre gebrochen. Doch ein längeres Gespräch mit einem guten Freund hat zumindest die Angst vor Tumoren und ähnlichen Viechern nehmen können, denn auch wenn ich nach dem MRT keinen Befund erhalten habe, war auf den Bildern nichts eingekringelt worden, was schon mal ein gutes Zeichen ist und außerdem wollte mein Neurologe kein Blutbild machen, was ebenfalls ein gutes Indiz für „Wir melken einfach mal ein MRT aus der Krankenkasse heraus“ ist. Was natürlich nicht bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ich nichts habe bei 100% liegt. Es bedeutet jedoch das es nunmal recht unwahrscheinlich ist. Und ich zukünftig erst „Tumor!“ schreie, wenn ich wirklich einen hab‘ (also nach dem nächsten Hautarztbesuch)

So oder so habe ich jetzt brandheiße Bilder von meinen Hirn und die möchte ich natürlich niemandem vorenthalten!

Mein Hirn ist wunderschön!

Mein Hirn ist wunderschön!

Mut zum Schlafen

Wer kennt es nicht? Es ist endlich Wochenende und in der Theorie könnte man ja endlich ausschlafen, aber man hat Angst davor, dass man dann am Ende doch nicht alles schafft, was man sich vorgenommen hat und so steht man frühstens um 6.oo Uhr auf um noch mal eben fix die Fenster zu putzen. Und das obwohl man in der vorherigen Nacht doch noch bis 4.00 Uhr morgens am Bügelbrett stand bis die Augen brannten.  Continue reading

Am Brunnen von Dalaran saß ich und weinte

So ein Blog ist wie ein kleines Kind. Andauernd will es gefüttert werden. Ich war nun die letzten Wochen krank und hatte nur Pudding im Kopf, also tat ich das, was man immer tut wenn man krank ist und im Bett liegt: Ich habe angefangen World of Warcraft zu spielen. Ich weiß nicht, ob es mir bei der Genesung geholfen oder mich eher gehindert hat, aber so eine kurze Realitätsflucht (denn zehn Stunden am Tag im Spiel zu sein kann ich nicht anders betiteln) ist auch mal etwas Feines.  Continue reading

Foto-Freitag #9 – Männergrippe

Ich bin krank. Ich glaube fest daran, dass mein Arbeitgeber die Schuld dafür bekommen sollte, denn ich habe mir die Männergippe bei der Arbeit geholt. Jeden Morgen komme ich mit dem Rad zur Arbeit, jeden Morgen bin ich leicht verschwitzt wenn ich ins Büro komme und jeden Morgen friere ich sobald ich am Rechner sitze, denn das Büro wird nicht beheizt. Ich habe zwar einen Heizlüfter, der den Raum ein wenig wärmen soll, doch dieser braucht einige Stunden bis man seine Jacke ausziehen kann. Im Herbst – so wie jetzt – sind es nur ein bis zwei Stunden ehe der Raum warm wird, im Winter hingegen, wenn ich meinen Kaffe vom Vortag eingefroren auf dem Schreibtisch vorfinde, dauert es gerne mal bis 16.00 Uhr. Continue reading